Pausengespräch – 20 Minuten aus der Semperoper Dresden

Pausengespräch – 20 Minuten aus der Semperoper Dresden

»Die Oper ist ein Teamprodukt im allerhöchsten Sinne«

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Anlässlich der Uraufführung von »Die Jüdin von Toledo« hat sich der Komponist Detlev Glanert die Zeit genommen, einige Einblicke in seinen kreativen Prozess zu geben. Mit zwölf Opern ist er einer der profiliertesten zeitgenössischen Komponisten für das Musiktheater. Dabei geht er immer von einem literarischen Stoff aus, sei es Roman, Drama, Novelle, Tagebuch oder Fragment. Mit »Die Jüdin von Toledo« – nach dem Trauerspiel von Franz Grillparzer – bringt er nun eine Oper auf die Bühne, in der privates Glück durch politischen Machtmissbrauch und Fanatismus zerstört wird. Mit dem Dramaturgen Martin Lühr hat er sich darüber unterhalten und auch Antwort auf Fragen gegeben wie: Wie wählt ein Komponist die Stoffe für seine Opern aus? Und was ist das Reizvolle an dieser Kunstform für einen Komponist des 21. Jahrhunderts?

»Um originell zu sein, muss man zurück zum Original«

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Im Pausengespräch mit der Ballettdramaturgin Regina Genée gibt Gregor Acuña-Pohl Einblicke in das von Johan Inger eigens für die Semperoper Dresden kreierte Handlungsballett »Schwanensee«. Basierend auf der Geschichte »Der geraubte Schleier« von Johann Karl August Musäus formt Inger um das Motiv der Schwanenjungfrau
eine choreografische Neuinterpretation.

»Wenn auf der Bühne gestorben wird, kommt die Requisite ins Spiel«

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Im Pausengespräch mit dem Dramaturg Benedikt Stampfli wird eine Mitarbeiterin der Semperoper vorgestellt, die man nie auf der Bühne sieht, aber essentiell für eine Vorstellung ist: Elisabeth Schröter-Kieß, die Leiterin der Requisite, ist verantwortlich für alle Requisiten bei einer Vorstellung und sogar, wenn auf der Bühne geschossen wird. Ausgehend von »Turandot« wird deutlich, dass Requisiten ein zentrales Element sind, damit die Sänger*innen plausibel spielen können.

»Das ganze Stück ist eine Art Endspiel«

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Im Pausengespräch mit Dramaturg Johann Casimir Eule geht der Regisseur Georg Schmiedleitner der Frage nach, was das Erstlingswerk von Thomas Adès, das bei seiner Uraufführung 1995 in England für Aufmerksamkeit und frühen Erfolg sorgte, noch heute für uns interessant macht, welche Herausforderungen und Chancen die Oper für die Regie mit sich bringen und was sein persönlicher Lieblingsmoment in dem facettenreichen Werk zwischen Komik und Drastik, Sexhunger, Voyeurismus und großer Einsamkeit ist.

»Eine Pause ist auch Musik«

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Jede*r Opern- und Ballettbesucher*in kennt das: sich öffnende und schließende Vorhänge, sich drehende Bühnenbilder oder herunterrieselnden Bühnenschnee oder die schrill läutende Klingel gegen Ende einer Vorstellungspause, die dazu auffordert, sich wieder in den Zuschauerraum zu begeben. All diese Vorgänge werden von der »Schnittstelle zwischen Kunst und Technik« koordiniert: der Inspizienz.

»Die Kinder wachsen ins Theater hinein«

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Der Kinderchor der Semperoper Dresden gehört zu den vielfältigsten und bestbeschäftigten in ganz Deutschland. In vielen Produktionen der Semperoper wird der Kinderchor szenisch-musikalisch und auch schon mal konzertant eingesetzt. Das erfordert eine gut geplante Organisation, Weitsicht und viel persönlichen Einsatz in Stimmbildung, Motivation und Chorleitung. Die gebürtige Dresdnerin Claudia Sebastian-Bertsch lenkt seit 2014 die Geschicke des Kinderchores und erzählt im Pausengespräch über ihren Weg zur Chorleiterin, die verschiedenen Projekte des Chores und von einem ganz besonderen: Die Konferenz der Tiere, ein halbszenisches Konzert in der Komposition von Johannes Wulff-Woesten, auf der Vorbühne der Semperoper.

»Zur Stelle. Was wird von mir gewünscht?«

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Das Pausengespräch »Zur Stelle. Was wird von mir gewünscht?« ist der Zusammenschnitt der gleichnamigen Veranstaltung in Semper Zwei vom 8. April 2023. Anlässlich der Ernennung Hans-Joachim Ketelsens zum Ehrenmitglied der Semperoper befragte Katrin Rönnebeck den beliebten Kammersänger zu seinen persönlichen Erfahrungen aus einem reichen künstlerischen Leben zwischen Dresden, Berlin, Bayreuth, München, Wien, New York und Tokyo.

»Details sind enorm wichtig«

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Kostüme bestimmen neben dem Bühnenbild im Wesentlichen die Ästhetik einer Inszenierung. Sie zeichnen deutlich das Bild einer Epoche, eines historischen Ereignisses oder die Überzeitlichkeit einer Geschichte nach. Unabhängig von den Ideen des/der Kostümbildner*in bedeutet das für die Kostümabteilung der Sächsischen Staatstheater einen enormen Umfang an Planung, Zuschnitt und feinster Näharbeit. Kostümdirektor Ralph Lederer, seit 2020 im Amt, erzählt im Pausengespräch von seinen Aufgaben als Leiter seiner Abteilung und wie man z.B. in Produktionen wie »La traviata« vom ersten Kostümentwurf zum fertigen Kleid oder Anzug auf der Bühne kommt.

Zwischen »Zauberflöte« und »Zuckerfee«

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»Übung macht den Meister!«: Jeder Mensch, der einmal ein Musikinstrument gelernt hat, Ballett- oder Gesangsunterricht genommen hat, kennt diese Devise. Denn Disziplin und die damit verbundene, stetige Wiederholung von Musik-, Schritt- und Vokalphrasen gehört zum Alltag aller ambitionierten Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen. Damit Opern, Musicals, Operetten, Ballette und reine Instrumentalwerke überhaupt erst zur Aufführung kommen können, müssen die Mitwirkenden rund um die Bühne einige Stationen durchlaufen, wobei die ersten Vorbereitungen nicht selten über ein Jahr lang Vorlaufzeit benötigen. Zu einem dieser Schritte gehört die Einstudierung von Gesangstexten oder choreografischen Einheiten zu musikalischer Live-Begleitung. An den Flügeln in den Studienzimmern oder auf den Probebühnen spielen dann die sogenannten Repetitor*innen, zu denen an der Semperoper auch Naomi Shamban (Oper) und Alfredo Miglionico (Ballett) zählen, die in der aktuellen Folge zu Wort kommen.

»Es gibt viele Alberiche heute«

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Der Abschluss des Dresdner »Ring des Nibelungen« jährt sich 2023 zum 20. Mal. Regisseur Willy Decker blickt im Pausengespräch auf die Zeit der Inszenierungen der vier Opern 2002/03 und seine Konzeption von Wagners vielgestaltigem Werk zurück. Ein »allumfassendes Welttheater« nennt der renommierte, international arbeitende Regisseur die bekannteste Tetralogie der Operngeschichte, und berichtet von seiner Grundidee der Theater-auf-dem-Theater-Situation samt Theaterstuhlreihen und Guckkastenbühne und der unverminderten Aktualität der verhandelten Themen im »Ring«.

Das Gespräch fand am 5. Januar 2023 statt.

Über diesen Podcast

Ein Pausengespräch ist fast so spannend wie die Vorstellung selbst: Man tauscht sich über das Gehörte und Gesehene aus, stellt sich Fragen, erfährt Interessantes, manchmal auch Skurriles. In unregelmäßigen Abständen treffen sich Mitarbeiter*innen und Gäste aus der Welt der Semperoper für die Dauer einer Vorstellungspause und sprechen über aktuelle Themen, Besonderheiten des Opernbetriebes, Musik und Theater und alles, was dazu gehört.

von und mit Semperoper Dresden

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